Integration - Deutschland kann das

Freiwillige Rückkehr

Starthilfe im Herkunftsland

2017 haben in Deutschland mehr als 29.000 Menschen einen Antrag für eine geförderte freiwillige Rückkehr in ihr Herkunftsland gestellt. Beratungsstellen helfen bei der Entscheidungsfindung. Verschiedene Programme unterstützen bei der Ausreise und der anschließenden Reintegration.

Zwei Männer im Gespräch am Schreibtisch. Migranten können Unterstützung erhalten, wenn sie freiwillig in ihr Herkunftsland zurückkehren. Foto: Burkhard Peter

Es gibt viele Gründe, warum Menschen zurück in ihr Herkunftsland wollen: Das Asylverfahren nimmt nicht den erhofften Verlauf, die Situation in der Heimat hat sich geändert oder sie haben schlicht Heimweh. In Beratungsstellen finden sie Ansprechpartner, die ihnen weiterhelfen.

Auf der Internet-Seite www.returningfromgermany.de kann man über eine Suchfunktion deutschlandweit Beratungsstellen in der Nähe seines Wohnortes finden. Die staatlichen Stellen gibt es zum Beispiel bei den Ausländerbehörden, unabhängige Beratung unter anderem bei der Diakonie.

Beraten und unterstützen

Die Beratung hat keinen Einfluss auf das Asylverfahren und verpflichtet auch nicht zur Ausreise. Man erhält aber wichtige Informationen und kann sich dann entscheiden, ob eine freiwillige Ausreise in Frage kommt. Auf einer Internet-Seite der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kann man zusätzlich individuelle Fragen zur Situation im Herkunftsland stellen.

Es gibt verschiedene Programme, die die Ausreise fördern. Ob man ein Programm nutzen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So gelten bestimmte Programme nur für bestimmte Herkunftsländer. "REAG/GARP" ist vielleicht das bekannteste Rückkehrprogramm. Neben finanzieller Unterstützung bei der Ausreise kann unter bestimmten Bedingungen auch eine Starthilfe gewährt werden.

Hilfe nach der Rückkehr

Je nachdem, in welches Land die Menschen zurückkehren, gibt es spezielle Reintegrationsprogramme. "Perspektive Heimat" bietet eine Jobberatung und Bewerbungstraining in einigen Ländern des Balkans, Afrikas, in Afghanistan und im Irak. "ERIN" bietet soziale und psychologische Unterstützung und hilft bei der Existenzgründung. "IPSO" unterstützt in Afghanistan, "URA" Menschen, die in den Kosovo zurückgehen. Das "Somalia Reintegration Program" unterstützt bei Existenzgründung und Ausbildung.

Mittwoch, 28. Februar 2018

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