Integration - Deutschland kann das

DIE WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN

Was kann ich selbst tun?

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Die großen Wohlfahrtsverbände in Deutschland kümmern sich um die Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Die Spitzenverbände haben sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen und arbeiten bundesweit.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es darüber hinaus private Hilfsorganisationen und Bürgerinitiativen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es darüber hinaus private Hilfsorganisationen und Bürgerinitiativen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Viele Initiativen finden Sie auf unserer Karte.

Die Organisationen können jede Unterstützung gebrauchen: Zeit, Geld- und Sachspenden sind willkommen.

Wenn Sie persönlich mit anpacken wollen, wenden Sie sich am besten an die Vertretungen der Wohlfahrtsorganisationen vor Ort wie z.B. die Caritas und das Diakonische Werk. Die Internetseiten oder Servicetelefone der Verbände geben Auskunft, was wo geleistet und gebraucht wird.

Auch Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Ihre Kirchengemeinde oder eine Freiwilligenagentur in der Nähe können Ihnen weiterhelfen.

In vielen Gemeinden bringen Mehrgenerationenhäuser Einheimische, Asylsuchende und Flüchtlinge zusammen. Fragen Sie dort nach, ob und wie Sie helfen können. Zudem gibt es sehr viele örtliche Willkommensinitiativen.

Längerfristig engagieren können Sie sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Dort können sich nicht nur Deutsche, sondern auch Asylsuchende mit guter Bleibeperspektive engagieren. Um eine Stelle zu finden, suchen Sie in der Datenbank nach dem Begriff Integration.

Über versicherungstechnische und rechtliche Fragen Ihres ehrenamtlichen Engagements informiert Sie das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Sie möchten Geld spenden? Die Hilfsorganisationen für Flüchtlinge haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet. Auf der Internetseite "Zusammen für Flüchtlinge" kann man für einzelne ehrenamtliche Projekte spenden.

Darüber hinaus kann Ihnen die Spendenberatung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen dabei helfen, die richtige Adresse zu finden.

Es gibt viele Bereiche, in denen ehrenamtliche Paten Flüchtlinge und Asylbewerber tatkräftig unterstützen können: beim Sprachunterricht, bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche und auch der Kinderbetreuung. Grundsätzlich gilt: Sprechen Sie Hilfsorganisationen vor Ort an, wie z.B. die Caritas und das Diakonische Werk. Ihre Stadtverwaltung kann Ihnen sicher auch bei der Vermittlung privater Hilfsprojekte helfen.

Bildungspatenschaften vermittelt die "Aktion zusammenwachsen". Bei der Suche nach Projekten in Ihrer Nähe hilft Ihnen die Projektdatenbank der Initiative. Eine Broschüre gibt Hinweise für ehrenamtliche Bildungspaten.

Mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen kommen auch immer mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland. Die Jugendämter nehmen diese Kinder und Jugendlichen in ihre Obhut. Sie können junge Flüchtlinge mit einer ehrenamtlichen Vormundschaft, als Pate oder Gastfamilie unterstützen.

Fragen zu Vormundschaften, Patenschaften oder Gastfamilien beantwortet die Aktion "Menschen stärken Menschen" von Montag bis Freitag zwischen 7:30 Uhr und 16:00 Uhr unter 0800/200 50 70.

Eine Gesamtübersicht über alle Fördermöglichkeiten, die der Bund unterstützt, finden Sie hier.

Das Erlernen der deutschen Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt. Wenn Sie den Einstieg begleiten wollen, fragen Sie zunächst direkt bei der Erstaufnahmeeinrichtung oder Asylbewerberunterkunft in Ihrer Nähe nach. Oft gibt es bereits lokale Initiativen, bei denen Sie mitmachen können.

Außerdem gibt es weitere Angebote für alle, die Deutsch lernen oder unterrichten.

  • Das Goethe-Institut bietet für ehrenamtliche Deutschlehrer kostenlose Weiterbildungen an.
  • Der Deutsche Volkshochschulverband e.V. hat ein Portal mit Online-Deutschkursen und Begleitmaterial geschaltet. Eine App zum Deutschlernen ergänzt das Angebot.
  • Die Deutsche Welle bietet eine Internet-Sonderseite mit Informationen und Deutschkursen. Wer Deutsch unterrichtet, findet dort ebenfalls Materialien zum Herunterladen.
  • Auch Unternehmen machen kostenlose Angebote - wie zum Beispiel SAP mit dem Kurs "Deutsch für Asylbewerber".
  • Eine Gesamtübersicht über alle Fördermöglichkeiten, die der Bund unterstützt, finden Sie hier.

Wenn Sie eine Wohnung zur Verfügung stellen wollen und einen Mieter suchen, wenden Sie sich an die Behörde Ihrer Heimatstadt, die für die Unterbringung von Asylsuchenden zuständig ist. Das ist meist das Sozialamt. Ihre Stadt- oder Kreisverwaltung kann Ihnen Auskunft geben. Die Behörde prüft dann, ob sich die Wohnung eignet und ob die Miete angemessen ist.

Haben Sie bereits einen Asylbewerber gefunden, der Ihre Wohnung mieten möchte, muss er sich selbst an die Behörde wenden. Denn für einen Umzug in eine Privatwohnung benötigen Asylbewerber eine Erlaubnis. Falls der Asylbewerber kein eigenes Einkommen hat, prüft die Behörde, ob sie die Miete oder die Kaution übernimmt.

Wenn Sie selbst Mieter sind: Prüfen Sie, ob Sie Wohnraum untervermieten dürfen. Wenn Sie ihre Mietwohnung oder ein Zimmer darin untervermieten wollen, brauchen Sie die Erlaubnis des Vermieters. Haben Sie die nicht, besteht das Risiko der fristlosen Kündigung.

Viele Unternehmen suchen motivierte Arbeitskräfte. Für etliche Betriebe sind die interkulturelle Kompetenz und die Sprachkenntnisse der Asylsuchenden und Flüchtlinge interessant.

Ob Sie Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden können, hängt von der Genehmigung der Ausländerbehörde ab. Diese Information steht im Ausweisdokument. Grundsätzlich dürfen Flüchtlinge erst nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten.

Siehe auch: Dürfen Flüchtlinge arbeiten?

Bei der Entlohnung gibt es keine Sonderregelungen für Flüchtlinge: Es gelten das Mindestlohngesetz und die allgemeinverbindlichen Branchenmindestlöhne. Ausgenommen sind Einstiegsqualifizierungen, Berufsvorbereitungen und Pflichtpraktika. Auch für freiwillige Praktika bis zu drei Monaten muss kein Mindestlohn gezahlt werden.

Weitere Informationen finden Sie in dieser Broschüre, auf einer Sonderseite der Arbeitsagentur und in diesem Antworten-Katalog.

Die Bundesregierung, die Arbeitsagenturen und Kammern unterstützten Unternehmen in ihrem Engagement für Flüchtlinge. Sogenannte Willkommenslotsen beraten zum Beispiel kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen, zum Beispiel zu Praktika, Ausbildung oder Arbeit. Im Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" können sich Unternehmen zu Rechtsfragen informieren, Praxis-Tipps bekommen und sich über ihre Erfahrungen austauschen.

Eine Gesamtübersicht über alle Fördermöglichkeiten, die der Bund unterstützt, finden Sie hier.

INTEGRATION - WIR SIND DABEI.

Lernen Sie Menschen kennen, die bei der Integration von Flüchtlingen helfen. Lesen Sie, wie sich Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integrieren.

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