Integration - Deutschland kann das

Nationaler Integrationspreis 2018

Integration - ein Gewinn für alle

Der Nationale Integrationspreis soll zeigen: "Integration lohnt sich“. Das sagte Bundeskanzlerin Merkel bei der Preisverleihung. Das gelinge dem Projekt "Brückenbau", dem diesjährigen Preisträger, besonders gut, da es Menschen unterschiedlicher Herkunft und Konfession einander näherbringe.

Kanzlerin Merkel übnerreicht den Integrationspreis. Für die Kanzlerin ist das Projekt "Brückenbau" eine "wegweisende Intiative". Foto: Bundesregierung/Plambeck

Integration sei eine doppelte Herausforderung, so die Kanzlerin. Integration sei eine Herausforderung, für die, die aus fremden Ländern kämen, aber auch für die, die die fremden Menschen aufnähmen. "Integration ist der Weg, der beide zueinander führt." Die Arbeit vieler engagierter Menschen helfe den Menschen, die nach Deutschland gekommen seien. Sie fördere aber auch die gegenseitige Toleranz.

Vielfalt und Einsicht fördern

Das Fördern der gegenseitigen Toleranz, des gemeinsamen Miteinanders von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion ist ein Ziel des Preisträgerprojekts "Brückenbau – Vielfalt begegnen!"

Hier arbeiten arabisch-israelische, jüdisch-israelische und deutsche Psychologen, Sozialarbeiter, Kunsttherapeuten und Gemeindearbeiter in zehn Erstaufnahmeeinrichtungen in Berlin und Frankfurt eng miteinander. Im Vordergrund steht die psychosoziale Betreuung von Flüchtlingen.

Viele Geflüchtete, vor allem Frauen, leiden psychisch unter den Erlebnissen ihrer Flucht. Oft haben sie Schreckliches in ihrer Heimat und unterwegs erlebt. Auch die ungewohnten Lebensverhältnisse in ihrer neuen Heimat können Stress erzeugen. Gespräche mit psychologisch geschulten Fachkräften können helfen, den Geflüchteten Orientierung und Kraft geben.

Gerade dieser psychosoziale Ansatz zeichne das Projekt aus, sagte die Kanzlerin. Er schaffe es, dass Menschen, die Schmerz und Trauer erlebt hätten, sich überhaupt für ein neues Land öffnen können.

Gleichzeitig vermittelt das Projekt westliche und demokratische Werte und Ideale, zum Beispiel Toleranz, Gleichberechtigung, Nichtdiskriminierung und die Akzeptanz unterschiedlicher religiöser Lebensweisen und Weltanschauungen.

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Verständnis fördert Toleranz

Schon alleine der Kontakt der Geflüchteten aus dem arabischen und afrikanischen Raum mit Fachkräften unterschiedlicher nationaler und religiöser Herkunft kann das gegenseitige Verständnis und die Toleranz fördern.

Da sind zum Beispiel Nadim und Tahrir Ghanayem, die sich bei IsraAID engagieren. Die beiden Israelis arbeiten in einer Frankfurter Geflüchtetenunterkunft. Da beide Arabisch sprechen, können sie sich problemlos mit vielen Geflüchteten aus dem arabischen Raum unterhalten. Dennoch gab es anfangs Schwierigkeiten: Der Nahost-Konflikt belastet das Verhältnis zwischen Arabern und Israelis auch hierzulande. Doch auch das ist ein Ziel des Projekts: mit diesen Spannungen umzugehen und Toleranz zu entwickeln.

Toleranz fördert Integration

Die Jury hat sich für das Projekt entschieden, da es zwischen Menschen unterschiedlicher Konfessionen vermittelt und somit die Bedeutung von Toleranz für den Integrationserfolg hervorhebt. Damit tragen die Projektträger, die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland und die Hilfsorganisation IsraAID Germany e.V. auf besondere Weise zu einer gelungenen Integration von Geflüchteten in Deutschland bei. Aktuell nehmen bereits über 6.000 Geflüchtete an dem Projekt teil.

Für die Kanzlerin ist das Projekt "Brückenbau" eine "wegweisende Intiative". Hier kämen Spezialisten unterschiedlicher Herkunft mit Flüchtlingen zusammen. "Sie leben Respekt vor dem unterschiedlichen Glauben vor, ob es nun Christen, Juden oder Muslime sind. "Wir wissen, wie wichtig es es, diesen Respekt für einander zu entwickeln".

Die Jury für den Nationalen Integrationspreis 2018 besteht aus der Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Autor Ahmad Mansour, dem Fußball-Spieler Sami Khedira und der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth. Vorsitzender der Jury ist der ehemalige Leiter der Bundesarbeitsagentur und des BAMF, Frank-Jürgen Weise. Die Bundeskanzlerin hat die Jury für drei Jahre berufen.

Vorbild für gesellschaftliches Engagement

Mit dem Nationalen Integrationspreis will die Bundesregierung vorbildliches Engagement auszeichnen. Darüber hinaus soll der Preisträger einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und als Vorbild für andere dienen, sich ebenfalls zu engagieren.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Kanzleramt verliehen.

Bei einer Klausurtagung im Mai 2016 hatte das Bundeskabinett die "Meseberger Erklärung zur Integration" beschlossen und den Nationalen Integrationspreis ins Leben gerufen.

Montag, 29. Oktober 2018

Nationaler Integrationspreis 2018

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